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27. Dezember 2005

 

Zu ihrem 20. Todestag: Dian FOSSEY - eine der größten Tierschützerinnen des 20. Jahrhunderts und Vorbild für Viele

 

Am 26. Dezember 1985 kam Dian Fossey auf tragische Weise ums Leben. Nachdem sie ihr Leben dem Schutz und dem Studium der Berggorillas gewidmet hatte, wurde sie von bis heute unbekannten Tätern mit einer Machete durch unzählige Schläge getötet.

 

Ihr Leben wurde 1988 mit dem Titel „Gorillas im Nebel“ und Sigourney Weaver in der Hauptrolle verfilmt. Ein Leben, das neue Wege im Studium einer Tierart bereitete und es klar machte, dass man Tierarten nicht nur studieren kann, wenn man sie nicht zur gleichen Zeit schützt.

 

Die Aufopferung von Dian Fossey hat auch gezeigt, dass Umweltschutz, aber auch nachhaltige Entwicklung nicht möglich sind, wenn nicht auch Tierarten, wie unsere nächsten Verwandten geschützt werden. Es hat aber auch klar gemacht, wie viele Aspekte bei diesem Unterfangen zu berücksichtigen sind.

Oft sind es nicht diejenigen, die den Gorilla töten, die die Hauptschuld tragen, sondern diejenigen, die mit ihrem Geld viele Tausende Kilometer entfernt, die illegalen Produkte in Form von z.B. Aschenbechern auf ihren Tisch stellen.

 

Die Geschichte um Dian Fossey hat aber auch gezeigt, dass die Erhaltung einer Tierart eine Gradwanderung zwischen dem Ausverkauf der Natur als Touristenattraktion und dem Bieten einer alternativen Einkommensquelle für die einheimische Bevölkerung bedeutet.

 

Zusätzlich erschwerend sind für die Region die häufigen Bürgerkriege, bei denen Tiere wie Berggorillas meist auf der Strecke bleiben. Aus der Not heraus müssen diejenigen Menschen, die in die Berge geflüchtet sind, Berggorillas töten, um ihren Hunger stillen zu können. Ein moralisches Dilemma ist vorprogrammiert, bei dem abgewogen werden muss, was wichtiger ist – das Überleben einer Tierart oder das Überleben der Flüchtlinge in den Bergen Ruandas.

 

Die Geschichte von Dian Fossey zeigt aber auch auf eindrucksvolle Weise, wie eine Frau, ohne große Vorkenntnisse, mit einer enormen Courage eine ganze Tierart vor dem Aussterben bewahren kann. Als Dian Fossey ihre Forschungen durchführte, war sie für die Louis Leakey Foundation tätig, die als Aufgabe die Erforschung der Ursprünge der Menschheit hat.

 

Neben Dian Fossey waren berühmte Persönlichkeiten wie Jane Goodall bei den Schimpansen und Biruté Galdikas bei den Orang Utans tätig. Jane Goodall betreut heute noch die Jane Goodall Stiftung, die weltweit tätig ist, während Biruté Galdikas selbst eine Stiftung für den Erhalt der Orang Utans unterhält, die auch in einer Forschungsstation für diese Tiere die Re-integration in die Orang Utan „Gesellschaft“ ermöglichen.

 

20 Jahre nach dem Tod von Dian Fossey muss aber im Auge behalten werden, was sie heute zu den Entwicklungen auf dem Sektor sagen würde. Hat die Welt genug getan oder laufen die Bemühungen im Endeffekt in die falsche Richtung? Wir werden es nie wissen, was sie gesagt hätte, aber wir müssen uns immer ihre Lebenseinstellung ins Gedächtnis rufen und versuchen, in all den Bereichen des Umweltschutzes, der nachhaltigen Entwicklung und des Artenschutzes nach ihrem Engagement zu leben, denn nur dann können wir wirklich einen Unterschied machen und eine Verbesserung bringen. Denn Dian Fossey ist und war ein Vorbild für Viele.